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Von der
Medizinischen
Kleintierklinik
der
Ludwig-Maximilians-Universität
in München
wurde eine
Studie zu den
beiden in
Deutschland
verfügbaren
Gentests auf
HCM bei Maine
Coons
durchgeführt.
Das Ergebnis
zeigt, dass
der Gentest
nichts bringt.
Die Studie
ergab, dass
Maine Coons
mit HCM
genauso häufig
positiv im
Gentest
getestet
werden, als
Maine Coons
ohne HCM.
Deshalb lohnt
sich die
Investition in
einen Gentest
einfach nicht.
Im Folgenden
haben wir das
Ergebnis der
Studie
abgedruckt,
die am letzten
Wochenende im
Rahmen eines
Vortrags auf
einem
Fachkongress
für
Tiermediziner
in Giessen
präsentiert
wurde.
Genetische
Assoziation
der A31P- und
A74T-Polymorphismen
mit der
felinen
hypertrophen
Kardiomyopathie
bei der Maine
Coon.
C. Schinner,
K. Weber, K.
Hartmann, G.
Wess,
Abteilung für
Kardiologie
der
Medizinischen
Kleintierklinik
der
Ludwig-Maximilians-Universität
München.
Einleitung:
Die
hypertrophe
Kardiomyopathie
(HCM) ist die
häufigste
feline
Herzerkrankung
mit autosomal
dominantem
Erbgang und
variierender
Penetranz. Die
A31P- und
A74T-Polymorphismen
(SNPs) im
kardialen
Myosin binding
protein C3-Gen
(MYBPC3)
werden derzeit
als kausale
Mutationen bei
Maine
Coon-Katzen
angesehen.
In der Praxis
weichen
Ultraschalldiagnosen
häufig vom
Genotyp ab.
Von
züchterischer
sowie
tierärztlicher
Seite ist
unklar, wie
mit
herzgesunden
Genotyp
positiven
Katzen
verfahren
werden soll.
Ziel der
Studie waren
deshalb die
Evaluierung
der klinischen
Assoziation
beider SNPs
sowie die
Beurteilung
der klinischen
Validität
bereits
vermarkteter
Gentests.
Material und
Methoden: 83
Maine
Coon-Katzen
und 68 Katzen
unterschiedlicher
Rassen gingen
in die Studie
ein. Weibliche
Tiere mussten
älter als 36
Monate,
männliche
älter als 24
Monate sein.
Der Phänotyp
„herzgesund“
oder „HCM“
musste
eindeutig
zuzuordnen
sein. Die
Phänotypisierung
erfolgte
mittels
Herzultraschall,
die
Genotypisierung
mittels Taqman®
Genotyping
Assays.
Ergebnisse:
21,13% der
herzgesunden
Tiere waren im
Gentest
positiv für
den A31P- und
32,84% für den
A74T-SNP. 75%
der HCM-Gruppe
trugen das
gesunde Allel
bezüglich des
A31P- und 50%
bezüglich des
A74T-SNPs. Die
Allelfrequenzen
unterschieden
sich zwischen
den
Phänotypgruppen
nicht
signifikant.
Anhand der
vorliegenden
Studienpopulation
bestand kein
Hinweis, dass
bereits
vermarktete
Gentests einen
prädiktiven
Wert besitzen.
Eine
computergestützte
Proteinanalyse
ordnete die
Auswirkung der
SNPs auf das
Protein als
benigne ein.
Der
A31PPolymorphismus
ist spezifisch
für Maine
Coons, während
der
A74T-Polymorphismus
auch bei
anderen
Katzenrassen
vorkommt.
Schlussfolgerungen:
Mit der
untersuchten
Patientenzahl
wurde keine
Assoziation
zwischen der
HCM und den
untersuchten
Polymorphismen
gefunden. Der
Goldstandard
für die
Zuchtauslese
besteht
weiterhin in
der jährlichen
echokardiographischen
Untersuchung.
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